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Podiumsdiskussion vom 14.05.2019

Wie ihr sicher wisst, ist am 26. Mai 2019 Europawahl. Daher hatten die sechsten und siebten Klassen aus vielen Schulen in Graz die Gelegenheit, sich bei einer Podiumsdiskussion in den Kammersälen selbst ein Bild von den Zielen und Visionen der einzelnen Parteien zu machen. Vertreten waren die FPÖ (Georg Mayer), die ÖVP (Simone Schmiedtbauer), die GRÜNEN (Thomas Waitz), die NEOS (Niko Swatek) und die SPÖ (Felix Schmid). 

Nach einer kurzen Rede des Landesschülervertreters ging es auch schon los: Vorab wurden einige interessante Themen ausgewählt, über die dann nach Lust und Laune diskutiert werden konnte. Beim ersten Gesprächspunkt, Bildung und Digitalisierung, waren sich alle einig: Ein flächendeckendes und schnelles Internet muss her! 

Auch sei es wichtig, dass vor allem Jugendliche die Gefahren von Fake News erkennen und sie von tatsächlichen Informationen unterscheiden können. Niko Swatek (NEOS) gab zu bedenken, dass das heutige Europa nur auf Innovationen aus China und den USA reagiere, anstatt selbst innovativ zu denken. Daher seien Investitionen in Bildung, Forschung und Infrastruktur besonders wichtig.

Außerdem befürworteten alle die Idee eines Schulfachs für „Digitale Kompetenz“, die sowohl Schüler als auch Erwachsene über das Internet aufklären soll. Laut Swatek wären auch Mobbing-Stellen in Schule und Arbeit gefragt.

Ein weiteres Thema stellte die Steuergerechtigkeit in Europa dar. Denn mit den fehlenden Steuergeldern von großen Konzernen könnte man viele vorhandene Probleme lösen, so Felix Schmid (SPÖ). Regionale Produkte zu kaufen ist zwar ein Anfang, doch wenn Unternehmen wie zum Beispiel Starbucks weiterhin in Österreich keine Steuern zahlen, wird es dieses Problem nicht lösen, denn das Geld sollte dorthin fließen, wo es auch erwirtschaftet wird.

Bei der Reform der EU schieden sich jedoch die Geister: Georg Mayer (FPÖ) bezeichnete die Migranten als ein Problem, während Thomas Waitz von den GRÜNEN vom Gegenteil überzeugt war. Mayer bezog seinen Standpunkt darauf, dass Flüchtlinge sich zum Teil sehr frauenfeindlich verhalten. 

Natürlich wurde auch der zur Zeit sehr umstrittene Artikel 13/17 besprochen. Denn obwohl er den Urhebern zugute kommt, kann der Uploadfilter eine sehr gefährliche Waffe werden: Man kann damit jederzeit unerwünschte (politische) Meinungen ausblenden oder ein „Social-Credits System“ wie in China aufstellen.

Der letzte Gesprächspunkt war Umwelt und Klimaschutz: Besonders wichtig wäre es laut Waitz, die Investitionen in fossile Brennstoffe zu stoppen, denn falsches Verhalten sollte nicht belohnt werden. Förderungen für Landwirtschaften müssten ebenfalls umstrukturiert werden, um nicht, wie bisher, Größe vor Nachhaltigkeit zu stellen.

Zu guter letzt haben wir für euch noch ein paar letzte Worte von den Parteien. 

Endstatements:

SPÖ (Felix Schmid): Kämpft für das, was ihr haben wollt.

NEOS (Niko Swatek): Wir müssen gemeinsam die Probleme unserer Zeit angreifen.

Grüne (Thomas Waitz): Es ist unsere Verpflichtung, alle zusammen zu helfen.

ÖVP (Simone Schmiedtbauer): Handelt mit Hausverstand und Leidenschaft.

FPÖ (Georg Mayer): Es ist nicht immer alles Gold, was glänzt; wenn ihr eure österreichischen Pässe behalten wollt, dann wählt die FPÖ.

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