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Interview mit Günther Kumpitsch (Spitzenkandidat zur NR-Wahl der FPÖ in Graz-Umgebung)

Welche Ziele wollen Sie als Bundeskanzler/in bzw. als stärkste Kraft in Österreich erreichen? Welches Thema erfordert im Moment höchste Priorität und warum?

Wir als Freiheitliche Partei haben mit unserer Regierungsbeteiligung von 2017 bis 2019 viele positive Maßnahmen für die österreichische Bevölkerung erwirkt, die unter einer anderen Regierungskonstellation nicht möglich waren. Damit sehen wir uns in unserem politischen Bestreben, für ein soziales und sicheres Österreich einzutreten, bestätigt und wollen auch nach der Wahl den erfolgreichen Weg für unsere Republik fortsetzen.
Für uns sind vor allem die Themen Sicherheit und Soziales sehr wichtig. Wir setzen uns auch weiterhin dafür ein, dass wir in einem nachhaltigen freien Österreich, ohne entbehrliche Verbote, sicher leben können und dass unsere Bevölkerung mit genügend Einkommen und finanzieller Unterstützung ihre Zukunft in unserem Staat gestalten kann.

 

Wieso kommt es noch immer häufig vor, dass ebenso qualifizierte Frauen bei dem gleichen Arbeitsplatz weniger verdienen als Männer?

Wenn man sich die steigende Erwerbsbeteiligung der Frauen ansieht, so bleiben die Unterschiede betreffend Einkommen, Teilzeit und Betreuungspflichten zwischen den Geschlechtern weiterhin groß. Der Unterschied zwischen den mittleren Bruttojahreseinkommen von Frauen und Männern liegt bei 38 Prozent. Doch viele Frauen arbeiten nur in Teilzeit. Beschränkt man sich hierbei auf ganzjährig Vollzeitbeschäftigte, dann lagen die mittleren Bruttojahreseinkommen der Frauen bereits in den vergangenen Jahren um die 16 Prozent unter jenen der Männer. Die Gründe für die Teilzeitbeschäftigung waren bei insgesamt 37,5 Prozent der Frauen die Betreuungspflichten für Kinder oder pflegebedürftige Erwachsene. 49 Prozent aller Mütter mit Kindern unter 15 arbeiten in Teilzeit, 17 Prozent in Vollzeit, 24 Prozent sind nicht erwerbstätig oder arbeitslos und zehn Prozent befinden sich in Elternkarenz. Bei den Vätern sieht es hingegen anders aus: So sind Väter mit Kindern unter 15 Jahren zu 85 Prozent in Vollzeitbeschäftigung, nur sechs Prozent arbeiten Teilzeit. Mit diesen angeführten Beispielen kann man sich ein Bild davon machen, weshalb Frauen in der heutigen Zeit noch immer weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Nichtsdestotrotz werden wir uns weiterhin dafür einsetzen und Maßnahmen ergreifen, dass Mann und Frau bei gleicher Qualifikation dieselbe finanzielle Entlohnung erhalten.

 

Digitalisierung – Fluch oder Segen?

Die fortschreitende Digitalisierung ist ein Thema, das in Zukunft immer mehr an Bedeutung bekommen wird. Einerseits sind digital-soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter ein wichtiges Medium, um sich mit der ganzen Welt austauschen zu können und Informationen zu erhalten oder zu verbreiten. Die Digitalisierung beschleunigt jedoch auch den Prozess, immer und überall erreichbar zu sein und somit in eine gewisse Abhängigkeit mit Smartphone, Computer, etc. zu rutschen. Persönlich finde ich es gut, dass es solche Foren gibt. Auch ich habe z.B. auf Facebook ein öffentliches Profil, wo ich in digitaler Form meine Mitmenschen über meine politische Tätigkeit informiere und mich auch hier ihren Anliegen annehmen kann. Jedoch geht mit der Digitalisierung auch der persönliche Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern verloren. Trotz meines Auftritts in den sozialen Netzwerken finde ich es nach wie vor viel wichtiger, das echte Gespräch mit den Menschen zu suchen, sei es nun bei Veranstaltungen oder im privaten Bereich. Die digitalen Netzwerke sollen hierbei kein Ersatz für das echte Leben sein, sondern als Unterstützung dienen.

 

Welche Haltung verfolgen Sie/ Ihre Partei in der noch immer aktuellen Flüchtlingsfrage bzw. in der Migrationspolitik? Lässt sich diese Haltung mit Ihrem Gewissen vereinbaren?

Auch wenn zurzeit die Klimafrage die Zeitungen dominiert, so soll dies nicht hinwegtäuschen, dass nach wie vor das Flüchtlingsproblem allgegenwärtig ist. Als Freiheitliche Partei setzen wir uns seit jeher für eine restriktive Zuwanderungspolitik ein. Selbstverständlich haben Menschen, die in irgendeiner Weise verfolgt werden, unseren Schutz verdient. Aber das Vortäuschen falscher Tatsachen durch Asylwerbende, um damit auf unsere Kosten unser Sozialsystem auszunützen, ist keinesfalls zu tolerieren. Deshalb wurden unter dem ehemaligen Innenminister Kickl Maßnahmen getroffen, um unkontrollierte Zuwanderung zu unterbinden und so auch die Sicherheit für unsere österreichische Bevölkerung zu gewährleisten. So wurde z.B. ein strengeres Asyl- und Fremdenrecht geschaffen, die Abschiebung von straffälligen Ausländern erleichtert und die „Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen“ ins Leben gerufen. Diese Bundesagentur wird ab 2020 hochqualitative Betreuung von Asylwerbenden bei gleichzeitiger Kostensenkung vollziehen und auch faire, realistische und objektive Rechtsberatung gewährleisten. Persönlich lässt sich diese Migrationspolitik absolut mit meinem Gewissen vereinbaren und wir als FPÖ werden dieser restriktiven Zuwanderung weiterhin treu bleiben.

 

Wieso müssen einzelne Personen (wie zum Beispiel Greta Thunberg) im Alleingang gegen die Klimaerwärmung kämpfen, während Sie als Politiker/innen viel mehr Macht und Einfluss haben?

Für uns als FPÖ und für mich als Politiker bedeutet Macht auch Verantwortung. Wir alle sind verantwortlich für unser Klima und unsere Umwelt. Deshalb sehe ich die gesamte europäische Politik in der Verantwortung, Maßnahmen zu treffen, die Welt zukünftig nachhaltiger zu gestalten. Wir haben in Österreich bereits viele Gesetze verabschiedet, die die Klimaerwärmung stoppen bzw. eindämmen soll. Seien es z.B. die Filteranlagen in der Industrie oder bei den Autos. Auch die E-Autos oder E-Scooter, die augenscheinlich das Klima weniger belasten sollen, sind in ihren Produktionsprozessen belastend für die Umwelt. Ich persönlich würde die Forschung für klimafreundlichere Fortbewegungsmittel forcieren, um damit unseren Planeten nachhaltiger zu gestalten. Es muss ein klares Umdenken und gemeinsames Zusammenarbeiten für unsere Umwelt in der europäischen Politik erfolgen, damit wir unseren Nachkommen eine Welt hinterlassen, wie auch wir sie gerne vorfinden wollen.

 

 Was möchten Sie jungen Menschen in Hinblick auf die Nationalratswahlen am 29. September mit auf den Weg geben?

In einigen Tagen findet nun die Nationalratswahl statt und ihr, liebe Jugend, werdet, manche wahrscheinlich zum ersten Mal, zur Wahlurne gebeten. Deshalb darf ich euch noch eines mit auf den Weg geben. Demokratie ist eine Staatsform, die auf unserem blauen Planeten keine Selbstverständlichkeit ist. Wir in Österreich sind in der glücklichen Lage, eine Demokratie zu haben. Deshalb bitte ich euch: Geht zur Wahl am 29. September und gebt eure Stimme ab. Damit könnt ihr einen entscheidenden Beitrag für die Zukunft Österreichs leisten. Wenn auch ihr, liebe Jugend, ein Österreich haben möchtet, das für uns und unsere zukünftigen Generationen eine lebenswerte Heimat sein soll, dann schenkt der Freiheitlichen Partei euer Vertrauen.

Foto-Credits: Furgler

 

 

 

 

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