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EIGENER REISEBLOG + FAHRT MIT SELBSTGEBAUTEM FLOSS IN SCHWEDEN

Heute möchten wir euch Jasmin, eine Schülerin unserer Schule vorstellen, die in ihrem Reiseblog regelmäßig von Abenteuern und Erlebnissen in unterschiedlichen Teilen der Welt berichtet. Viel Spaß beim Lesen ihres Beitrags! 🙂

Eigener Reiseblog!

Hey! Also, zuerst möchte ich mich einmal kurz vorstellen: Ich heiße Jasmin, bin 13 Jahre alt und gehe im Sacré Coeur Graz in die Schule. Seit etwa einem Jahr besitze ich eine eigene Homepage, bei der es sich um einen Reiseblog handelt. Dort berichte ich über Länder/Städte/Orte/Regionen, die ich bereits durch meine vielen Reisen besucht und gesehen habe (Mittlerweile sind es schon fast 60 verschiedene Länder, viele von ihnen auch schon mehrmals).

 

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Wie es dazu kommt? Ich habe das große Glück, so viel und so oft in der Welt herumzukommen, weil meine Eltern beruflich Reisefotografen sind und mich immer mitnehmen.

Seit meinem dritten Lebensmonat bin ich nun schon unterwegs. Über meine Reisen schreibe ich in meinem Blog. So möchte ich auch gerne euch etwas über eines meiner vielen Erlebnisse erzählen. So, wie ich eben darüber auch auf meiner Homepage berichte. Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit dem Beitrag!

 

SCHWEDEN – Die Fahrt mit dem selbstgebauten Floß…

Eine Woche lang mit einem eigenhändig gebauten Floß tagsüber den Fluss entlangfahren, abends wild irgendwo am Ufer campen. Mit 8 Jahren ging für mich ein großer Kindheitstraum in Erfüllung…

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Doch allein der Weg, bis dieses Floß endlich fertig war, war alles andere als einfach. Ein Weg, der uns damals viel Schweiß und Nerven kostete.

Alles begann damit, dass wir – meine Eltern, Freunde von uns und ich – spätabends nach langer Fahrt endlich in unserem Ziellager in Schweden ankamen. Übermüdet von der langen Anreise fand noch um 22:00 Uhr abends die Einschulung statt, um am nächsten Morgen gleich früh mit der Arbeit beginnen zu können. Man erklärte uns, wie man bei einem Floß die Baumstämme richtig hinlegt, wie die vielen verschiedenen Knoten richtig zu binden sind und vieles, vieles mehr. Und das nach einem anstrengenden Anreisetag und gegen Mitternacht ...!

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Völlig erschöpft suchten wir danach unser Zelt auf und fielen in einen Tiefschlaf. Ohne zu wissen, dass die Schwierigkeiten erst am nächsten Morgen richtig beginnen sollten…

Mit dem ersten Morgengrauen ging`s auch schon los! Hektisch musste alles abgebaut und im Auto verstaut werden. Vom Zelt über die Schlafsäcke bis zu den einzelnen Utensilien, die wir für die Floßtour benötigten. Danach folgten wir unserem vorausfahrenden Guide. Nach ca. 1 Stunde Fahrzeit erreichten wir einen Platz direkt am Fluss, wo 3 Meter lange Baumstämme überall verteilt lagen. Wir sahen uns alle sprachlos an und eine böse Vorahnung kroch in unsere Köpfe: Sollten diese Tonnen von Holz nur auf uns warten…? Und tatsächlich: sofort legten wir los, stürzten uns auf die Arbeit! Doch alles, was wir abends zuvor gelernt hatten, schien vergessen zu sein. Deswegen mussten uns die Guides oft vieles nochmal zeigen und uns beim Bau helfen. Auch ich packte fleißig mit an.

Nach 9 kräfteraubenden Stunden und Schwielen an den Händen, hatten wir es dann endlich geschafft. Voll Freude und Stolz, aber auch mit großer Erleichterung, stießen wir mit einem schwedischen Likör (ich mit einem Kakao) auf unsere Leistung an: unser erstes selbstgebautes Floß!

Da es leider schon zu spät geworden war, um noch aufzubrechen, schlugen wir unser Zelt für  die erste Nacht gleich an Ort und Stelle auf. Per Gaskocher gab es eine köstliche Suppe und im Anschluss schwedische Köttbullar – vergleichbar mit unseren Faschierten Laibchen. Es schmeckte einfach super lecker …! Gedanklich erinnerten wir uns beim Abendessen noch an die gutgemeinten Ratschläge von Erik, unserem Guide: wir sollten uns während der abenteuerlichen Tour in Acht vor Sandbänken, umgefallenen Bäumen und Kehrwasser nehmen. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch keiner von uns, dass eines dieser Probleme bereits am nächsten Morgen als unglaubliche Herausforderung auf uns zu kam …!

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Über Nacht hatten sich die Sandbänke um unser Floß dermaßen verschoben, dass wir ringsum aufsaßen. Nirgends gab es einen Ausweg! Uns blieb also nichts Anderes übrig, als die 3 Tonnen schwere Plattform in zwei Teile zu zerlegen, um diese mit vereinten Kräften ins tiefere, kältere Wasser heben zu können. Jeder zog und hob nach Leibeskräften. Unglaubliche Strapazen. Wir waren völlig k.o., genervt und übermüdet

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Sogar das Wetter zeigte sich unbarmherzig und passte sich unserer damaligen Stimmung an: es begann fürchterlich zu regnen und zu donnern. Endlich konnte es losgehen, doch von Freude und Motivation war keine Spur mehr. Schweigend saßen wir unter unserer Plane am Floß und hielten Ausschau nach einem Anlegeplatz für die Nacht, während uns die Strömung immer weitertrieb.

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Stunden später hatten wir eine passende Stelle gefunden. Gemeinsam sorgten wir dafür, dass unser Floß sicher mit einem dicken Seil an einem Baumstamm verknotet wurde. So konnte es nicht abgetrieben werden. Nun mussten die schweren Holzkisten, vollbeladen mit Ausrüstung und Proviant, per Kanu – das wir im Schlepptau hatten – sicher an Land gebracht werden. Es schüttete nach wie vor in Strömen. Wir waren klatschnass und durch den Regen war alles glatt und rutschig. Man musste höllisch aufpassen, nicht auszurutschen! Gekocht wurde an diesem Abend gleich am Floß unter der Plane: es gab nochmals diese typischen, schwedischen Fleischbällchen…

Nach 2 Tagen besserte sich endlich das Wetter. Fahrtrichtung und Tempo wurden vom Wasser bestimmt, und das hatte es in unserem Fall nicht eilig: mit rund 3 km pro Stunde fuhren wir durch die waldreichen Hügeln Värmlands.

Auch der Fluss selbst stellte uns immer wieder Hindernisse und Aufgaben: Nach fast jeder Kurve hingen umgefallene Uferbäume über das Wasser und versperrten uns den Weg. Hektisch versuchten wir dann mit unseren 4 Meter langen Stöcken den Stämmen auszuweichen.

Die Abende wurden zur Routine. Jeder kannte schon jede seiner Aufgaben. Entweder die Kisten von Bord zu schaffen, die Zelte aufzubauen oder auch das Essen zuzubereiten. Ich half überall mit oder sammelte trockenes Holz und Rinde für ein Lagerfeuer. Die Flammen wärmten und der Rauch hielt die vielen Moskitos davon ab, uns ständig das Blut aus den Adern zu saugen.

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Bei Tagesanbruch lag oft dichter Nebel, sodass es um diese Zeit im Zelt meist noch sehr feucht und kalt war. Stets eine ungeheure Überwindung, aus dem warmen Schlafsack zu kriechen. Doch das Abenteuer hatte uns von Tag zu Tag mehr begeistert. Wir fühlten uns wohl und hatten viel Spaß. Die Anstrengungen der ersten beiden Tage waren längst vergessen…

Am letzten Tag verwöhnte uns wärmende Sonne. Wir faulenzten an einer einsamen Böschung, entspannt und mutterseelenallein. Laut Karte trennten uns nur noch wenige Kilometer von unserem Zielort Gunnerud. Ein letztes Mal ließen wir uns vom Wasser treiben. Dann erblickte ich unsere Anlegestelle. Noch einmal hieß es an Land gehen, um die Seile, die unser Floß zusammenhielten, endgültig zu lösen und die Baumstämme der Strömung folgen zu lassen. Diese wurden dann nach ein paar hundert Metern in einer Art Sperre abgefangen und anschließend aussortiert.

Würde sich heute wieder die Möglichkeit einer Floßtour ergeben, müsste ich nicht lange nachdenken. Es war wirklich eine der schönsten und lustigsten Reisen, an die ich mich erinnere …

So, das war´s. Ich hoffe, euch hat die Geschichte gefallen. Wenn ihr noch mehr spannende Erzählungen lesen wollt, könnt ihr gerne mal auf meiner Homepage

„JasminOnTour – Reiseblog einer Weltreisenden“ (www.jasminontour.at)

vorbeischauen!

Ich hoffe, dass ich euch auch noch mit vielen anderen Beiträgen begeistern kann!

JasminOnTour (Jasmin, 4b)

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