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Meinungsrede – „Schluss mit dem Geschenkewahnsinn“

Schon alle Geschenke besorgt? Oder doch schnell den immer länger werdenden Wunschzettel der Kinder einpacken und am 23. Dezember in das ein oder andere Einkaufszentrum verschwinden, um gestresst die hohen Erwartungen der Kinder zu erfüllen? Wer von Ihnen leidet jährlich unter dem erdrückenden Geschenkewahn und warum nimmt dieser von Jahr zu Jahr zu? Verliert Weihnachten – als Gelegenheit wertvolle Zeit miteinander zu verbringen – an Bedeutung?

Sehr geehrte Mütter und Väter, sehr geehrte Erziehungsberechtigte, ich glaube zu wissen, dass ich mit diesen Anregungen Ihnen aus der Seele gesprochen habe und anlässlich dieses aktuellen Themas möchte ich die Auswirkungen des maximierten Weihnachtswahnsinns festhalten.

Laut der Autorin Eva Winroither, die sich im Artikel aus der Presse „Wie viele Geschenke sind genug?“ mit dem Thema auseinandersetzt, könne der Materialismus als wesentliche Ursache des Geschenkewahns angeführt werden. Da dieser vor allem bei uns Kindern immer weiter in den Vordergrund gestellt werde, verliere somit „Quality-Time“ in Familien an Bedeutung.

Doch können Familienzeit, Beziehung und Ruhe wirklich von materiellen Dingen ersetzt werden?

Und wohin kann das übertriebene Schenken führen? Die Erwartungen der Kinder steigen jährlich. Ihre Wünsche werden immer unverschämter und kostspieliger, was die Anschaffung der Geschenke nicht vereinfacht. Im Gegenteil: Häufig betragen Kinderwünsche, wie die neuesten Kopfhörer, die man an dieser Stelle gut als Beispiel anführen kann, nahezu den Monatslohn der Erziehungsberechtigen. Und doch schaffen es diese Geschenke trotzdem Jahr für Jahr unter den Weihnachtsbaum! In meinen Augen ist es längst an der Zeit, Kindern zu erklären, dass der ein oder andere Wunsch nicht erfüllt werden kann. Der ein oder andere Wunsch nicht erfüllt werden muss. Der ein oder andere Wunsch nicht erfüllt werden soll.

Denn die Erfüllung aller Wünsche ist bereits zur Normalität bei den Kindern geworden. Die Dankbarkeit und Freude der Kinder verfliegen rasch. Außerdem lernen es die Kinder dadurch nicht, jedes einzelne Geschenk wertzuschätzen. Hinzu kommt noch, dass obwohl die Kinder nach dem Beschenken eigentlich ausgesprochen glücklich sein sollten, sich die Zufriedenheit nur in Grenzen hält. Der Vergleich ihrer Ausbeute zwischen Freunden bewirkt meist Neid und Enttäuschung.

Sehr geehrte Zuhörerinnen und Zuhörer! Natürlich gehören Geschenke zu Weihnachten dazu, jedoch sollte man sich als Schenker immer über die tatsächliche Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit besonders bei kostspieligen Geschenken Gedanken machen! Ziehen Sie dieses Jahr einen Schlussstrich und schenken Sie Ihren Kindern das Wertvollste: Schenken Sie ihnen Zeit und stellen Sie besinnliches Feiern und Familienzeit wieder in den Mittelpunkt!

Fanni Horvath, 5CF

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