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Rezension – Stefan Zweig: Die Schachnovelle

Die Schachnovelle wurde von dem österreichischen Autor Stefan Zweig verfasst und wurde erstmals 1941 veröffentlicht. Es ist sein letztes und zugleich bekanntestes Werk und wurde zwischen 1938 und 1941 geschrieben.

In diesem Buch geht es um den Ich-Erzähler, der sich auf einem Passagierdampfer befindet. Ebenso reist zufälligerweise der momentane Weltmeister im Schach mit diesem Schiff. Somit kommt es zu einer Schachpartie, in der mehrere Personen gleichzeitig gegen den Weltmeister antreten. Schließlich mischt sich jedoch ein fremder Mann ein, der wie es scheint, viel Ahnung von Schach hat. Der Ich-Erzähler kommt ins Gespräch mit dem fremden Mann, der ihm nun eine Geschichte schildert. Somit erfährt der Ich-Erzähler, warum der Fremde im Schach schon bis zu acht Züge vorausdenken kann und deshalb beinahe unschlagbar ist, trotz der Aussage, er habe seit seiner Schulzeit keine Schachfigur berührt.

Der fremde Mann erzählt, wie er vor vielen Jahren von der Gestapo gefangen gehalten wurde. Jedoch nicht in einem Konzentrationslager, sondern in einem Raum  ,der einem Hotelzimmer glich. Allerdings war er fremde Mann völlig alleine in diesem Raum und das für eine lange Zeit. Außerdem gab es in diesem Raum weder Bücher noch sonstige Gegenstände, mit denen er sich beschäftigen hätte können. Somit war er dort komplett isoliert von der Außenwelt und hatte keinen Kontakt zu anderen Personen, wodurch er dem Punkt des Durchdrehens bedenklich nahekam. Glücklicherweise fand er jedoch schließlich ein Buch, mit dem er sich beschäftigen konnte. Es war ein Buch, in dem Meisterpartien des Schachs genau erklärt wurden. Mit Hilfe dieses Buches konnte er sich nun gut beschäftigen, um nicht durchzudrehen. Allerdings wurde ihm mit der Zeit das Buch zu wenig, sodass er schon begann, sich selbst Schachpartien im Kopf auszudenken. Jedoch spielte er immer gegen sich selbst, wodurch er zwei Personen in seinem Kopf aufbaute und durchgehend Revanchen gegen sich selbst forderte. Dadurch verfiel er mit der Zeit in einen Schachwahnsinn, wodurch sein Verstand völlig durchdrehte.

Ich finde das Buch sehr gut. Es ist gut geschrieben, sehr interessant und auch spannend. Am Anfang zieht es sich zwar ein bisschen, da vieles genau beschrieben wird, was zunächst unnötig erscheint, jedoch wird einem später klar, dass diese Informationen doch sehr wichtig waren, um die Handlung des Buches besser zu überblicken. Das Buch wurde meiner Meinung nach sehr gut aufgebaut und ist auch sprachlich sehr gut. Außerdem hat Stefan Zweig es auch geschafft, die Situation gut zu schildern, sodass es für den Leser auch klarer wird.

Mir hat das Buch also sehr gut gefallen und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

Maria Moretti, 5CF

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