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Erlebniserzählung: Eine freudige Überraschung

An einem trübsinnigen Wintertag schlenderte Lisa gerade von der Schule nach Hause. In ihrer Winterjacke und ihrem dicken Pulli war ihr dennoch etwas kalt. Mittlerweile war es schon 16:30 Uhr und stockdunkel, als wäre es mitten in der Nacht. Nur die vereinzelten Straßenlaternen erleuchteten die Straße. Nun fing es auch noch an zu nieseln und jetzt fröstelte Lisa wirklich. Verkühlt war sie dazu auch noch, denn sie war ja auch vor Kurzem krank gewesen, genau zu ihrem Geburtstag. Deshalb musste die Party mit ihren ganzen Freunden, und ihrer Familie abgesagt werden. Lisa war deswegen sehr traurig gewesen. Nun sah sie von Weitem schon ihr Haus und konnte es gar nicht mehr erwarten, vielleicht mit einem Buch auf dem Sofa im Wohnzimmer zu sitzen.

Als sie durch die Gartentür den Kiesweg entlang stapfte, kam ihr alles etwas komisch vor. Die Rollläden waren ganz unten und durch deren Schlitze konnte man kein Licht erkennen. Alles war dunkel. Man könnte fast meinen, das Haus sei unbewohnt. Aber das konnte unmöglich sein, da ihre Eltern größtenteils von daheim aus arbeiteten. Lisa drückte die Türklinke herunter, doch die Tür öffnete sich nicht. Komisch, denn normalerweise ließen ihre Eltern die Haustür immer aufgesperrt, bis sie nach Hause kam. Lisas Gefühle waren eine Mischung aus Sorge, Angst und Mulmigkeit. Sie schluckte. Im Nacken stellten sich ihre Haare auf. Ihre Schultasche stellte sie ab, und kramte den Hausschlüssel heraus. Lisa stieß einen Seufzer aus und steckte den Schlüssel ins Schloss. „Vielleicht…, vielleicht sind meine Eltern nur schnell einkaufen.“, redete sie sich selbst zu. Einmal atmete sie noch tief durch, dann drehte sie den Schlüssel im Schloss. Sie öffnete die Tür, und als sie dann sah, was sie erwartete…

…zogen sich ihre Mundwinkel reflexartig nach oben, sodass sich ein breites Grinsen bildete. Ohne den Blick vom Wohnzimmer abzuwenden, tastete ihre rechte Hand zum Lichtschalter auf der Wand neben ihr. Als der Raum vom Licht erhellt war, ging Lisa selbst ein Licht auf. „Natürlich“, dachte sie sich, „deshalb hatte sich meine beste Freundin heute beim Tagesheim entschuldigen müssen, damit sie meinen Eltern bei den Vorbereitungen helfen kann.“ Denn vor Lisa standen unzählige Freunde und Verwandte. Die Wohnung war wunderschön dekoriert und auf dem Esstisch stand eine riesige, dreistöckige Marzipantorte, auf der mit rotem Zuckerguss „Happy Birthday Lisa“ geschrieben stand. Lisa blickte sich genauer um. Auf dem Sofa im Wohnzimmer standen so viele Geschenke, dass man sie gar nicht zählen konnte. Auf dem Teppichboden daneben stand eine Transportbox. Ihre Gäste, einschließlich ihrer Eltern sahen sie erwartungsvoll an. „Wahnsinn, habt ihr das alles heute gemacht? Heute Früh, als ich das Haus verlassen hatte, war doch noch alles normal!“, stotterte Lisa. „Den ganzen Tag“, sagte ihre Mutter lächelnd. Lisa erblickte sogar ihre Verwandten aus Frankreich. Nun war Lisa neugierig, was es mit dieser geheimnisvollen Transportbox auf sich hatte. „Ich würde sagen, lasst die Party beginnen!“, rief Lisas Vater. Die Gäste verstreuten sich durch das ganze Haus. Einige gingen zur Fotoecke, in die Küche, wo man selbst Mini – Pizzen belegen und backen konnte oder in die Malecke, wo man dem Geburtstagskind ein Bild malen konnte. Lisa steuerte zielstrebig auf die Transportbox zu und öffnete sie. Was ihr entgegenblickte, verschlug ihr den Atem. Sie nahm das kleine flauschige Kätzchen entgegen und streichelte es behutsam. Ihre Eltern lächelten sie an. Lisa fragte ungläubig: „Ihr schenkt mir wirklich ein Kätzchen?“ Die Eltern des Mädchens nickten.

Lisa ließ sich in die Arme ihrer Eltern fallen. Alle zusammen verbrachten sie noch einen schönen Abend.

Anika Enzi, 1c

Bild_Erlebnisgeschichte_Lisa Köberl 1c

Bild von Lisa Köberl, 1c

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