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Nationalsozialismus im Unterricht – genug der Vergangenheit?

Der Begriff „Nationalsozialismus“ ist jedem bekannt, manchen aus dem Geschichteunterricht, anderen von Verwandten, die zu dieser Zeit lebten. Doch mittlerweile sind diese Personen nur mehr eine Seltenheit. Die Zeit des Nationalsozialismus rückt immer weiter in die Vergangenheit, und da stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch zeitgemäß ist, dieses Thema im Unterricht zu behandeln.

Grundsätzlich ist die Aufklärung über historische Wahrheiten jeder Epoche wichtig. Die Zeitgeschichte ist das Resultat aus allem, was davor war. Für die Österreicher besteht Geschichte nicht nur aus den glorreichen Habsburger-Zeiten, es gibt auch ein dunkles Kapitel, das man nicht ausklammern darf. Die Ereignisse rund um den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust prägen sowohl die Vergangenheit als auch unsere Gegenwart und werden zunehmend aktuell, wenn man beobachtet, wie erst kürzlich ein Rechtsruck durch Europa gegangen ist.

Daher ist es bereits im Jugendalter extrem wichtig, den Kindern vor Augen zu führen, was durch die Handlungen einzelner Personen geschehen kann. Man sollte daran erinnern und mahnen, damit so etwas sich nicht wiederholt. Wenn Kindern das von Anfang an beigebracht wird, ist das Risiko, dass Derartiges wieder passiert, deutlich geringer.

Man entwickelt ein Gefühl und Verständnis dafür, welche Handlungen schlecht sind, egal ob für einen selbst oder andere, und dass man von Anfang an nachdenken sollte, welche Konsequenzen es haben kann. Dabei geht es nicht nur um die großen Entscheidungen, die von Einzelnen getroffen werden, es geht vielmehr um kleine, alltägliche Dinge, die jeder Einzelne beeinflussen kann. Aufklärung und Erinnerung muss also ein regelmäßiger Bestandteil von Unterricht und Erziehung sein.

Andererseits nimmt man immer wieder wahr, dass ein Überangebot an Informationen in verschiedenen Altersgruppen zur Abstumpfung und zum Desinteresse führt. Dem kann man aber entgegensteuern, indem der Unterricht abwechslungsreich gestaltet und vielleicht auch durch Lehrausgänge ergänzt wird.

Es darf kein Vergessen geben und genau deshalb ist es so wichtig, dass eben solche Themen im Unterricht besprochen und nicht in eine Schublade, mit der Aufschrift „Vergangenheit“, gesteckt werden.

 

Kristina Heigel, 4B

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